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Geschichte von Wieck in Greifswald

Das Dorf Wieck in der Nähe von Greifswald hat eine lange und interessante Geschichte, die tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Obwohl es heute eher als Teil der Stadt Greifswald und ihrer Umgebung wahrgenommen wird, besitzt Wieck eine eigenständige historische Identität, die bis ins Mittelalter zurückreicht.

 

Frühe Geschichte und Gründung

Der genaue Zeitpunkt der Gründung von Wieck ist nicht exakt dokumentiert, doch Hinweise auf die Besiedlung und die landwirtschaftliche Nutzung lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Es wird angenommen, dass das Dorf im Zuge der germanischen und slawischen Siedlungsbewegungen entstand, die in Norddeutschland im Mittelalter vorherrschend waren. Die Region um Greifswald war damals Teil des Einflussbereichs des slawischen Stammes der Runen, die später im Zuge der deutschen Ostexpansion in das Gebiet eingegliedert wurden.

 

Land und Zugehörigkeit

Historisch gehörte Wieck im Laufe der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaftsgebieten. Während des Mittelalters lag das Gebiet in der Hansezeit unter dem Einfluss des Fürstentums Pommern, das damals ein bedeutender Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches war. Später, im 17. und 18. Jahrhundert, wechselte die Zugehörigkeit durch die politischen Umwälzungen in der Region, und das Gebiet wurde Teil des Herzogtums Pommern, das wiederum unter schwedischer, dann preußischer Herrschaft stand.

 

Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert

Im Zuge der Industrialisierung und der stärkeren Verbindung mit Greifswald, das im 19. Jahrhundert eine wichtige Universitätsstadt wurde, erfuhr Wieck eine allmähliche Veränderung. Es blieb jedoch weitgehend landwirtschaftlich geprägt, mit Fokus auf Landwirtschaft, Fischerei und Handwerk. Die Nähe zu Greifswald führte dazu, dass Wieck heute eher als Vorort oder ländliches Viertel gilt, das die historische Verbindung zur Stadt bewahrt hat.

 

Heutige Bedeutung

Heute ist Wieck ein beliebtes Naherholungsgebiet, bekannt für seine malerische Lage am Ryck-Fluss und seine naturnahe Umgebung. Es hat sich im Laufe der Zeit vom landwirtschaftlichen Dorf zu einem ruhigen Stadtteil entwickelt, der die Geschichte und Traditionen der Region bewahrt.


Greifswald Wieck Fischerrei:

Greifswald Wieck Fischerrei ist eine traditionsreiche Fischerei in der Region Greifswald, die eine bedeutende Rolle in der lokalen Wirtschaft und Kultur spielt. Die Fischerrei wurde bereits im 13. oder 14. Jahrhundert gegründet und hat sich im Laufe der Jahrhunderte als wichtiger Wirtschaftsfaktor etabliert.

 

Historisch gesehen war die Fischerrei für die Versorgung der Stadt Greifswald sowie der umliegenden Gemeinden essenziell. Sie sicherte den lokalen Bedarf an frischem Fisch und trug zur Entwicklung des Handels bei. Zudem prägte die Fischerei das kulturelle Leben und die Gastronomie der Region.

 

In der heutigen Zeit ist die Greifswald Wieck Fischerrei ein Symbol für die Bewahrung traditioneller Handwerkskunst und nachhaltigen Fischfangs. Sie trägt weiterhin zur Identität der Region bei und ist ein wichtiger Bestandteil der maritime Geschichte Greifswalds.


Die Greifswalder Wieck und die Sturmfluten: 

Was ist die Greifswalder Wieck?
Die Greifswalder Wieck ist eine historische Wasserstraße und ein wichtiger Naturhafen in der Stadt Greifswald an der Ostsee. Sie verbindet die Stadt mit dem Greifswalder Bodden, einem Teil der Ostsee. Die Wieck war jahrhundertelang ein bedeutender Standort für den Handel, die Fischerei und den Schiffbau. Das Gebiet rund um die Wieck war immer wieder von Sturmfluten bedroht, da die Lage in der Nähe der Ostsee und die flache Küstenregion anfällig für steigende Wasserstände waren.
 

Wann waren die bedeutendsten Sturmfluten?
Die Sturmfluten in der Region Greifswald traten meist im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit auf. Besonders hervorzuheben sind:

  • Das Jahr 1375: eine der frühesten dokumentierten Sturmfluten mit schweren Überflutungen.

  • Das Jahr 1717: eine bedeutende Flut, die große Schäden anrichtete.

  • Das Jahr 1872: eine der schlimmsten Sturmfluten in der Geschichte der Ostseeküste, die im November große Zerstörungen verursachte.

Was ist bei der Sturmflut von 1872 passiert?
Am 3. November 1872 kam es zu einer extremen Sturmflut, die durch einen starken Nordweststurm ausgelöst wurde. Die Wasserstände stiegen so stark an, dass die Deiche an der Ostseeküste brachen. In Greifswald und Umgebung kam es zu großen Überflutungen, die ganze Teile der Stadt und der umliegenden Flächen unter Wasser setzten. Die Sturmflut zerstörte landwirtschaftliche Flächen, beschädigte Häuser und Infrastruktur. Viele Bewohner verloren Hab und Gut, und es gab mehrere Todesopfer. Diese Flut markierte einen Wendepunkt für die Küstenschutzpolitik in der Region.
Was wurde dagegen unternommen?
Nach den schweren Schäden wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Region vor weiteren Sturmfluten zu schützen:

  • Deichbau und Verstärkungen: Es wurden Deiche entlang der Küste erhöht und verstärkt, um das Eindringen des Wassers zu verhindern.

  • Sturmflutwarndienste: Es wurden Frühwarnsysteme eingerichtet, um die Bevölkerung rechtzeitig vor drohenden Fluten zu warnen.

  • Pflege und Überwachung der Küstenschutzanlagen: Die Deiche und Schutzanlagen werden regelmäßig kontrolliert und instand gehalten.

  • Langfristige Küstenschutzprojekte: In den letzten Jahrzehnten wurden große Bauprojekte umgesetzt, etwa die Verstärkung der Deiche, Bau von Sperrwerken und Wällen sowie die Renaturierung von Küstenabschnitten, um die natürliche Barrierefunktion wiederherzustellen und den Küstenschutz nachhaltig zu verbessern.

Fazit
Die Greifswalder Wieck ist ein bedeutendes historisches und geographisches Gebiet, das durch seine Lage an der Ostsee immer wieder von Sturmfluten bedroht war. Durch die jahrhundertelange Erfahrung und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen konnte die Region heute besser vor den Folgen solcher Naturereignisse geschützt werden. Dennoch bleibt die Küste eine sensible Zone, die ständig überwacht und gepflegt wird.